Requête des tailleurs d’habits de la vallée de Munster

« Du 12 septembre 1738 »
dimanche 4 mai 2008
par  Liliane Egele
popularité : 100%

(En français dans le texte)

Du 12 septembre 1738 : « Requeste et décret touchant le règlement des tailleurs de la ville et vallée de Münster »

A Messieurs

Messieurs les Prevôs royal et Bourguemesdre et Magistrat de la ville et vallée de Munster asemblés (sic) en police

Règlement des tailleurs p.1 Supplicieren unterthänigsten Johannes Hamman Martin Frech Mathias Kersch Martin Hertzog Johannes Bresch Johannes Weimar Hans Görg Lameÿ Grögores Röß Mathias Hellich Elias Bresch Hans Martin Fritsch Hans Martin Herbster Johannes Abent Martin Hertzog Mathias Rulant von Mülbach Clauss Schneÿder von Metzerall Martin Frech von Breÿtenbach Theobalt Häberlin von Breÿtenbach Mathias Zinglen von Mülbach Hans Martin Senff von Stossweÿer

Alle Burger und Meister Schneÿder allhir, gehorsamsten vor und anbringent, wie das wir seÿt etlichen jahren wegen so grosser stümbeleÿ
 [1]
so wohl in der Statt als auch im groß und klein Thall, vil von unseren mit brideren sich freventlicher weiß wider unser Ardickel gehandelt haben, die doch von ihren vorfahren seÿt anno 1708 so vil müehlich gemessen an reguliret auch wohl observirt worten, und dise Stimpler selbst anno 1703 sie haben helfen verneÿeren, an jetzo aber sich halbstarg und boshaftigerweiß dar wider setzen, und den selben nicht nach kommen wollen, seind doch dar nach auff gedingt und ledig gesprochen worten, und da wir sie zu einem Meister angenomen, haben sie sich freÿwillich und eigenhändig under schrieben nach zu kommen, sie aber ein undt andere verbrechen begangen, da wir sie aber nachdem Ardickel haben abstraffen wollen, so seindt sie hönisch

++++

page 2
Règlement des tailleurs p.2 undt verächtlicher weiß von der Meisterschafft garauß gebliebenen stimplen und stöhren an jetzo wie sie wollen halten gesellen und lehrungen, lernen auch ihre eigne Söhn ohn das sie auffgedingt noch ledicht gesprochen seint, spannen einem da und dem anderen dörtt die arbeÿt ab, gehn zu sammen und arbeÿten mit einander, wann die stimpler einnander nicht kennen zu hülff kommen so stellen sie weibsleÿt an die mit ihnen arbeÿten, auch spotten und schimbfiren noch andre die zu einer ehrlichen Meisterschafft halten auß, wo durch sie suchen die Ardickel und ortnung gar zu verderben und zu nichts machen Arbeÿeÿten (sic) im Kundenhauß auch umb einen geringeren Preiß, als andre ehrliche Meister, wodurch sie suchen einem anderen sein sticklein brott ab zu spannen, weliches verursacht das maniche familien grossen schaden da durch leÿt, da doch der geringste bauers Man der im taglohn arbeÿt biß auf 10 oder 12 Souls zu lohn hat, hingegen wir S. 9 doch unser handwerk missen lernen, darauff wanderen auch alle königlichen anlagen und beschwerten davon geben müssen, da doch ein bauers mann beÿ dem geringsten an seiner handarbeÿ leÿt, weliches verursacht daß die größte stimpeleÿ da durch entsteht, dero wegen wir Supplicanten genöthiget sein in unseren hoch geehrten und wohl weÿsen herren unser unterthänigstes Requete zu præssentieren.

Gelangen dem nach an ewern wohlweisheit und hoch geehrten herren der Supplicanten unterthänichstes bitten angesehn der Inhalt gegenwertiges Requete, auch beÿ

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page 3
Règlement des tailleurs p.3 ligende Ardicklen, sie geruhen von obrigkeits wegen, ein jeter Meister an zu halten den Ardicklen in allen Puncten nach zu geleben, ein häliglich einem jeten von ihnen verbietten, keiner dem anderen ins künfftig die arbeÿt ab zu spannen, auch nicht wenicher lohn als durch daß Regelmann ihnen erlaubt ist zu nehmen, auch keinem stimpler erlaubt seÿ deshalb wander zu arbeÿten, auch nicht einen jung, noch sein eigen Kindt zu lernen, unter welichem pretexte es seÿ, mit hin allen frembten stimpler verbotten zu thun einige arbeÿt, weter in der statt noch im thall zu verfertigen, beÿ straff wie auch beÿ verlust, ihres handwerckszeigs, oder die arbeÿt so sie unter den händen haben, weliches den Supplicanten erlaubt möchte werten, fals sie wider daß auff gegenwertiges Requete, kommentes verbott handlen, ihrer gedachten handwercks zeig hin weg zu nehmen, auch den anderen Meisteren weliche sich in der brutterschafft befunden, sich ortenlich beÿ der zunfft, nach dem bestimbten gebott, wider ein zu finden, und nach den Articklen ab zu straffen zu lassen, auch wann sie ihre Söhn daß schneÿderhandwerck wollen lernen, sie sich beÿ der zunfft, ein undt auß schreÿben zu lassen, für solliches hoch geehrte undt wohl weÿsen Herren, , ihrer gesundheit und wohlfahrt wir Supplicanten Gott den allerhöchsten an ruffen werten
et ferez justice.

(unterschrieben von)

Johannes Hamman, Martin Frech, Mathias Kersch, Mardin Frech, Johannes Bresch, Gregores Röß, Hans Görg Lameÿ, Johannes Abent, Elias Bresch, Mathias Hellich, Hans Martin Fritsch, Hans Martin Herbster, Hans Martin Senff, Johannes Weimar, Hans Mardin Hertzog, Mathis Rulant, Claus Schneider, Theobalt Heberlin, Mathias Zinglen
Martin Frech sein handt zeichen

Sources : Archives municipales de Munster, HH4 ; 2184


[1stümpern : gâcher, faire de la mauvaise besogne


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